Vortragsreihe über Nordkorea

Vortragsreihe über Nordkorea

Einblicke in einen totalitären Staat

Über Nordkorea wird inzwischen regelmäßig in den Medien berichtet: Raketentests, nukleare Aufrüstung, öffentliche Hinrichtungen und ein „sonderbarer“ oder gar „verrückter“ Führer. Aber was sollte man noch über das am meisten abgeschottete Land der Welt wissen? Wie steht es vor allem um die Menschenrechte? Die Evolutionären Humanisten Trier organisierten gemeinsam mit dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus im AStA der Universität Trier mehrere Veranstaltungen zum Thema.

  • Hyeong Sol Kim, Foto: Max Bassin
  • Hyeong Sol Kim, Foto: Max Bassin
  • Eunkyoung Kwon, Foto: Max Bassin
  • Nicolai Sprekels (Saram e.V.), Foto: Max Bassin

Im Juli 2016 referierte Nicolai Sprekels, Vorsitzender des Vereins Saram e.V., über die Geschichte und Menschenrechtssitation in Nodkorea. Seine Ausführungen verdeutlichten den Ernst der Lage. Die Schwere und das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea sei in der gegenwärtigen Welt beispiellos, erklärte Sprekels. Dabei bezog er sich auf einen Abschlussbericht der UN-Kommision zur Untersuchung der Menschenrechtslage in Nordkorea.

Im Oktober 2016 folgte der Vortrag „Nordkorea – Erfahrungsberichte aus einem isolierten Land“ von Hyeong Sol Kim, der in Nordkorea lebte und unter anderem für die Erforschung der gesundesten Nahrung für Kim Jong Il verantwortlich war. 2009 floh er aus Nordkorea und schaffte es über China nach Südkorea zu fliehen. Im Anschluss an den Vortrag wurde der südkoreanischen Film „Crossing“ gezeigt, der die Geschichte einer Familie aus Nordkorea erzählt.

Im Februar 2017 wurde schließlich eine Dokumentarfilm des VICE Magazins präsentiert, der die Ausbeutung nordkoreanischer Arbeitskräfte in Europa aufdeckt. Der Film entwirrt ein Geflecht aus bürokratischem Chaos, behördlichem Desinteresse, politischer Ignoranz bis hin zur EU-Kommission und Arbeitskonditionen, die nicht zuletzt nach der Europäischen Menschenrechtskonvention und der Internationalen Arbeitsorganisation Zwangsarbeit genannt werden müssen. Die Filmvorführung wurde von Nicolai Sprekels begleitet, der in einem Vortrag über Hintergründe aufklärte und Fragen der Besucher beantwortete.